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Wegen der historischen Bedeutung und des legendären Status, den die Stadt Babylon erreicht hat, wird der Begriff Babylonier oft als zusammenfassende Umschreibung für die Kulturen und Stämme der südlichen mesopotamischen Region verwendet, einschließlich der Sumerer, Akkadier, Amoriten, Hittiten, Kassiten, Assyrer, Aramäer und Chaldäer.
Die erste Erwähnung der Stadt Babylon in geschichtlichen Aufzeichnungen datiert bereits aus dem 23. Jahrhundert vor Christus. Viele Jahrhunderte lang war die Stadt ein unbedeutender Vorort der sumerischen Hauptstadt Ur, bis etwa 1792 vor Christus Hammurabi an die Macht kam. Unter seiner Regentschaft wurde dem ständigen Unfrieden zwischen den Sumerern und den Akkadiern ein Ende gesetzt, und der berühmte Codex Hammurabi (Auge um Auge) eingeführt. Dieser Codex umfasste 283 Paragraphen, in denen rechtliche Themen vom Straf- bis hin zum Familienrecht festgeschrieben waren. Er gilt als das vollständigste Gesetzeswerk der Frühzeit, wenngleich Schriftgelehrte angesichts Hammurabis Mangel an Vorstellungskraft und Originalität auch heute noch die Stirn runzeln, denn sehr häufig enden die Paragraphen mit den Worten so sei er des Todes. Hammurabis scheinbare Unnachgiebigkeit bei Strafmaßnahmen wird nur noch von der dunklen Periode des griechischen Archons Drakon übertroffen, der ein vergleichsweise strengeres Regelwerk verfasste, welches ihm zweifelhaften historischen Ruhm einbrachte und Hammurabi damit aus der Affäre zog.
Unter Hammurabi wurde Babylon zum wirtschaftlichen und politischen Zentrum von Südmesopotamien und gelangte zu Ruhm und Reichtum. Dadurch erhielt die Stadt natürlich ein bedeutendes Maß an Aufmerksamkeit und wurde zum bevorzugten Angriffsziel für benachbarte Stämme. Nach dem Tod Hammurabis übernahm sein Sohn die Familiengeschäfte, war allerdings nicht so erfolgreich wie sein Vater. Diese Schwäche ausnutzend begannen die Kassiten, die Stadt anzugreifen und so weit zu schwächen, dass sie sie einige Jahrhunderte später tatsächlich einnehmen konnten. Die Kassiten hielten Babylon vierhundert Jahre lang und verloren die Stadt dann an die Assysrer, die sie kurz darauf wiederum an die Kassiten verloren, welche sich später jedoch den elamitischen Überfallkommandos geschlagen geben müssen. Nach erneuten Kämpfen gewannen schließlich die Assyrer die Herrschaft über Babylon zurück und hielten die Stadt so lange, bis das assyrische Reich im späten 7. Jahrhundert vor Christus von den Chaldäern gestürzt wurde.
Unter dem berüchtigten chaldäischen Herrscher Nebukadnezar II. trat Babylon dann in seine zweite goldene Ära ein. Abgesehen von der Zerstörung von Jerusalem und Judäa verdankt Nebukadnezar II. seine Berühmtheit seinen Bemühungen, Babylon wieder aufzubauen. Unter Nebukadnezar kehrte Babylon zu dem Ruhm einer der prachtvollsten Städte der Welt zurück. Die berühmten Hängenden Gärten wurden auf Befehl Nebukadnezars errichtet, der Überlieferung zufolge um seiner medischen Frau zu helfen, ihr Heimweh nach der Berglandschaft ihrer Heimat zu überwinden. Auch baute er den Marduktempel und dessen Zikkurat wieder auf, die zusammen als Turm von Babel in die Geschichte eingingen.
Nach dem Tod Nebukadnezars wurde Babylon von den Persern erobert und verblieb fest in persischer Hand, bis Alexander der Große das persische Reich besiegte. Alexander wollte Babylon zum Zentrum seines Kaiserreichs machen, allerdings starb er im Palast von Nebukadnezar, bevor er seine Pläne verwirklichen konnte. Alexanders Reich überstand seinen Tod nicht, und so verließ die Bevölkerung die Stadt, womit auch der Ruhm von Babylon ein Ende fand.
In Civilization III gelten die Babylonier als wissenschaftlich und religiös orientiertes Volk. Zu Beginn des Spiels verfügen sie über Technologien der Bronzeverarbeitung und Bestattungszeremonien und besitzen bedeutende Boni hinsichtlich ihres religiösen und wissenschaftlichen Strebens. Weitere Informationen zu diesen Boni im Entwickler-Update.
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Da die Babylonier ständigen Angriffen ausgesetzt waren, kannten sie sich mit Belagerungstaktiken gut aus. Durch den permanenten Wechsel zwischen Über- und Unterlegenheit gegenüber den Assyrern hatten sie viel über die Bedeutung gepanzerter, aber dennoch wendiger Bogenschützen gelernt. Die babylonischen Bogenschützen trugen Tuniken mit Kettenpanzerung sowie Helme und waren mit einem Kompositbogen bewaffnet, der es ihnen ermöglichte, ihre Zielobjekte (wenn auch nicht sehr treffsicher) aus der Ferne anzugreifen. Darüber hinaus setzten die Babylonier auch Kavallerieeinheiten und Streitwagen ein, dennoch waren die Bogenschützen die vorherrschenden Truppen innerhalb ihrer Streitmacht.
Der babylonische Bogenschütze ist eine wendigere Version des herkömmlichen Bogenschützen, der anderen Zivilisationen zur Verfügung steht. Seine besseren Fortbew.swerte zeichnen ihn als eine sehr nützliche Kampfeinheit aus, die schnell agieren und Zielobjekte angreifen kann, für die ein normaler Bogenschütze die doppelte Zeit brauchen würde.
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Angriff |
Verteidigung |
Fortbewegung |
| Standard-Bogenschütze |
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| Babylonischer Bogenschütze |
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