|
In den Glanzzeiten Roms lag Britannien an der Peripherie der zivilisierten Welt und trat erst nach der Ansiedelung der Sachsen im 5. Jahrhundert geschichtlich in Erscheinung. Völkerwanderungen nach Britannien begannen etwa Mitte des 5. Jahrhunderts. Die ersten Ankömmlinge wurden gleich von einem britischen Stammesführer angeheuert, um dessen Königreich gegen die Pikten und die Schotten zu verteidigen. Die ersten Söldner entstammten drei verschiedenen Volksstämmen - den Angeln, den Sachen und den Jüten - die sich in den Küstenbereichen Nordwestgermaniens angesiedelt hatten und schließlich selbst die zahlreichen heimatlichen Königreiche der Briten stürzten. Doch die daraus resultierende Einigung der britischen Volksstämme sollte nur von vorübergehender Dauer sein: Nach der Eroberung durch die Normannen (1066) musste sich England einer Frankenaristokratie unterordnen, die auch den Feudalismus auf die Inseln einführte. Die englischen Normannen sorgten schließlich auch für die Entstehung einer rein britischen Königslinie, dem Haus Plantagenet. In den dreihundert Jahre später stattfindenden Rosenkriegen zwischen den Angehörigen der Plantagenet-Nebenlinien York und Lancaster wurde vorerst zum letzten Mal der legitime Thronanspruch ausgefochten. Als Heinrich Tudor, Graf von Richmond, 1485 zum König gekrönt wurde, nachdem Richard III. aus dem Hause York auf dem Schlachtfeld getötet worden war, hätten wohl nur wenige Engländer vermutet, dass damit eine 118 Jahre währende Regentschaft des Hauses Tudor beginnen sollte. Elisabeth I. (1558-1603) erwies sich als die rührigste Monarchin dieser Abstammung. Ebenso wenig wie 1485 hätten Beobachter im Jahre 1558 wohl vorhersehen können, dass dem Königreich trotz der sozialen und politischen Zerrissenheit und der internationalen Niederlagen der vergangenen Jahrzehnte ein weiteres glorreiches Zeitalter bevorstehen sollte: Ausgelöst durch Elisabeths Regentschaftszeit waren die nächsten zweihundert Jahre der britischen Geschichte von kundschafterischen Erfolgen, Kolonisierungsbestrebungen sowie künstlerischer und intellektueller Fortentwicklung geprägt. Als Elisabeth, auch die "jungfräuliche Königin" genannt, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, offerierte das Parlament die Krone ihrem nächsten Blutsverwandten Jakob VI. von Schottland (1603-1625). Dies war die Geburtsstunde des vereinigten Königreiches, das sich mit seinen mächtigen neu entwickelten {Schlachtschiffen} der königlichen Marine gegen feindliche Angriffe zur Wehr setzte.
Jeder größere Krieg, an dem Britannien während dieser Zeit beteiligt war, stärkte seine Position als Kolonialmacht. Besonders erwähnenswert war in diesem Zusammenhang der siebenjährige Krieg, ebenso wie die napoleonischen Kriege. Um 1820 belief sich die Gesamtbevölkerung des britischen Reiches auf 200 Millionen Menschen, 26% der Weltbevölkerung. Wie auch immer die Briten sie sich angeeignet hatten, all diese "Neuzugänge" förderten den Einfluss und das Ansehen der Krone und des Landes. Für die Privilegierten und Reichen bedeutete die viktorianische Ära unter der gekonnten Führung zweier britischer Premierminister - Gladstone und Disraeli - eine Zeit der Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit. Doch der "lange Sommer des Friedens" fand mit dem Blutbad von Flandern ein jähes Ende. Zwar hatten die Briten deutlich weniger personelle Verluste zu beklagen als die Franzosen und mussten sich auch keinem politischen Umsturz stellen, dennoch erschütterte der 1. Weltkrieg das Land stärker als jede andere europäische Macht. Der Krieg bereitete den Nährboden für einen sozialen und wirtschaftlichen Umbruch: Die Pfeiler der industriellen Fortentwicklung, wie zum Beispiel der Kohlebergbau, die Textilproduktion und der Schiffbau, auf die sich der britische Wohlstand stützte, verarmten nun oder waren schlicht überflüssig geworden. In der Nachkriegszeit konzentrierte sich die britische Außenpolitik lange Zeit auf die Rehabilitation Deutschlands, während die Inlandspolitik ihr Augenmerk auf die Institutionalisierung des Sozialismus konzentrierte, um den Missständen im Land und den Bedenken der Bevölkerung entgegenzuwirken. Allgemein standen diese Bestrebungen im starken Gegensatz zur Politik Frankreichs, so dass ein Bruch zwischen Großbritannien und seinem Alliierten aus Kriegszeiten unvermeidlich war. Frankreich geriet auf diese Weise in die Isolation, was mit dem Aufstieg Hitlers in den 30er Jahren verheerende Konsequenzen für Europa haben sollte. Margaret Thatcher (1979-1990) beendete den Sozialismus in Großbritannien. Ihre drastischsten Maßnahmen bestanden aus einer Reihe von Gesetzeserlassen zur Entstaatlichung nahezu aller Industriezweige, die die Labour-Partei in den 40er Jahren in Staatsbesitz gebracht hatte. Mit dem Versprechen "Wir werden als neue Labour-Partei regieren" übernahm die Blair-Regierung, die 1997 gewählt worden war, zwar einige der von Thatcher verfolgten außenpolitischen Strategien, setzte aber auch Wirtschaftsreformen durch, wie sie es in ihrer Grundsatzerklärung angekündigt und versprochen hatte. Rückblickend waren die 90er Jahre in Großbritannien eine Ära des Umbruchs, der Kontroversen und der Fortentwicklung zugleich, und was die Royal Family angeht ... sie stellt heute die älteste noch existierende Monarchie Europas dar.
In Civilization III gelten die Engländer als expansionistisch und wirtschaftlich orientiertes Volk. Zu Beginn des Spiels verfügen sie über die Technologien Alphabet und Keramik und besitzen bedeutende Boni im Hinblick auf die Durchführung kundschafterischer und kommerzieller Aktivitäten. Siehe die zivilisationsspezifischen Fähigkeiten im Entwickler-Update für weitere Informationen zu diesen Boni.
 |
Mitte des 17. Jahrhunderts waren die an den Längsseiten von Kriegsschiffen angebrachten Kanonen entscheidende Instrumente für die Kriegsführung zur See geworden. Schwere Geschütze erforderten allerdings ein Batteriedeck und einen stabilen Rumpf von geringer Länge - Bedingungen, die die Galeeren nicht erfüllten. Also wurde die spätelisabethanische Galeone zur wahren Schlachtschiff-Klasse ihrer Zeit erkoren. Berühmte Beispiele dafür sind die 1610 erbaute Prince Royal und die größere Sovereign of the Seas von 1637 mit drei Batteriedecks. Die Sovereign of the Seas war mit 100 Bordgeschützen ohne Zweifel das imposanteste Schlachtschiff, das in dieser Zeit in Dienst genommen wurde. Ab 1750 dominierten dann große Linienschiffe wie die britische Victory oder die französische L'Orient die maritime Kriegsführung, bis die noch leistungsstärkeren Panzerschiffe entwickelt wurden.
Das Schlachtschiff ist die verbesserte Version der Fregatte. In beiden Fällen sind für die Errichtung der Einheiten die Ressourcen Eisen und Salpeter erforderlich, allerdings verfügt das Schlachtschiff im Vergleich zur Fregatte über schwerere Bordgeschütze und besitzt demzufolge höhere Angriffs- und Bombardierung.swerte - wodurch es sich als hervorragende Marineeinheit auszeichnet.
| |
Bombardierung |
Feuerf. |
| |
Ang. |
Vert. |
Frtbw. |
Stärke |
Reichw. |
Standard Fregatte |
2 |
2 |
4 |
2 |
1 |
2 |
Englisches Schlachtschiff |
3 |
2 |
4 |
3 |
1 |
2 |
|