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Niemand weiß so genau, wann sich die ersten Menschen auf dem japanischen Archipel ansiedelten, fest steht jedoch, dass es um 250 vor Christus von der Jomon-Kultur bevölkert war, die damit sozusagen die "Prototypen" des japanischen Volkes darstellte. Nur kurze Zeit später formierte sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und schließlich die Jomon unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Gesellschaft über einen Zeitraum von etwa fünf- oder sechshundert Jahren in der Zeit vom 3. Jahrhundert vor Christus bis zum 3. Jahrhundert nach Christus florierte, ein bemerkenswert fortschrittliches Volk. Die Einung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno ("Himmlischer Kaiser") stand, erfolgte etwa gegen Mitte des 4. Jahrhunderts. Einige Jahre später wuchs jedoch der Widerstand gegen die Vorherrschaft dieser Dynastie sowohl im eigenen Land wie auch in den Nachbarländern, und so deutete sich der Niedergang der Yamato in der Regentschaftszeit von Kentai (507-531) schließlich unübersehbar an. Diese Periode war durch den zunehmenden Einfluss der regionalen Befehlshaber und die gleichzeitige Schwächung der kaiserlichen Vorherrschaft geprägt. Nach dem Ende des Onin-Krieges gelang es den unabhängigen lokalen Heerführern weiterhin, ihre Machtposition zu stärken, was dazu führte, dass sich vielerorts die Repräsentanten der großen Shugo-Häuser gewaltsam die Hoheitsgebiete ihrer Lehnsherren aneigneten; damit trat eine neue Kaste des Feudalstandes an ihre Stelle: die Daimyo. In dieser so genannten Sengoku-Ära ("Die Zeit der streitenden Reiche") wurden pausenlos Konflikte zwischen diesen zahlreichen neuen Lehnsherren ausgetragen. Schließlich kam dank der beharrlichen Bemühungen der Kaiserfamilie die Yamato-Dynastie wieder an die Macht. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die von Prinz Shotoku eingeführten Reformen und seine im Jahre 604 erlassene "Verfassung der 17 Artikel". Sein Tod im Jahre 622 verhinderte jedoch, dass seine von Konfuzius geprägten Regierungsideale zu voller Blüte gelangen konnten, und so eroberte die Soga-Dynastie ihre frühere Machtstellung zurück und ließ im Jahre 643 nicht nur Shotokus Yamashiro, sondern auch dessen gesamte Familie exekutieren. Die Konsequenz dieser Tat war, dass die Prinzen Nakano und Nakatomi zwei Jahre später eine Palastrevolte organisierten, in deren Verlauf die Soga-Familie ums Leben kam und gleichzeitig auch alle gegen die kaiserliche Familie gerichteten Widerständler vernichtet wurden. Anschließend begründeten die beiden ein zentralistisches Regierungssystem, bei dem der Kaiser die absolute Vormachtstellung innehatte und das 1000 Jahre lang in Kraft bleiben sollte.
In der späten Heian-Zeit sammelten sich die einflussreicheren Samurai in der Hauptstadt und der näheren Umgebung, wo sie sowohl für vom Kaiser befohlene Militäreinsätze als auch als Leibgarde für die großen Adelshäuser zur Verfügung standen. Die Samurai kamen ursprünglich von den provinziellen Kriegerstämmen und schlossen sich angesichts ihrer militärischen Qualitäten und dem ihnen eigenen unerschütterlichen, stoischen Ehrgefühl in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer eigenen aristokratischen Kaste zusammen. Diese Samurai-Kaste entfaltete eine von Disziplin geprägte Kultur, wodurch sie sich deutlich von den früheren devoten und vornehmeren Untertanen des kaiserlichen Hofs unterschieden. In der Muromachi-Ära (1338-1573) entwickelten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche einzigartige japanische Kunstformen, die bis heute erhalten geblieben sind. Schließlich brachten die eigentlich kriegslüsternen Samurai-Clans auch einen klugen und tüchtigen Mann namens Tokugawa Takechiyo hervor. Er wurde der Begründer des Edo-Shogunats (1603-1867), das die unablässigen Konflikte endlich beendete und Reformen und Frieden auf die Inseln brachte. Zwar waren bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts spanische und portugiesische Händler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst die Ankunft einer Schwadron amerikanischer Kriegsschiffe unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in der Uraga-Bucht im Juli 1853 bewirkte, dass sich das Land erstmalig dem westlichen Einfluss tatsächlich öffnete – was wiederum die Notwendigkeit für die Schaffung politischer Reformen und einer nationalen Identität unterstrich. Die Meiji-Regierung, die dem Sturz des Shogunats folgte, stellte sich diese schwierigen Aufgabe der "Verwestlichung" und erschuf einen modernen japanischen Staat, der sich erfolgreich auf der Weltbühne platzieren konnte. Ironischerweise führte die neue, einflussreiche Rolle Japans – die durch den Triumph im russisch-japanischen Krieg (1904-1905), Japans Beteiligung am 1. Weltkrieg und die Invasion der Alliierten nach Sibirien nach der Bolschewiken-Revolution im Jahre 1918 gekennzeichnet war – indirekt zum Angriff auf Pearl Harbor und seine schrecklichen Folgen.
Im Sommer 1945 brach dann die schiere Katastrophe über die Japaner ein: Die Amerikaner starteten eine blutige Invasion und nahmen Okinawa ein, im August erklärte die Sowjetunion den Japanern den Krieg und stürmte Manchuria, und am 6. und 9. August löschten zwei Atombomben große Teile der Städte Hiroshima und Nagasaki vollständig aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord des Kriegsschiffes USS Missouri formell unterzeichnet wurde. Mit Unterstützung der Amerikaner erlebte Japan in der Nachkriegszeit von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und erfuhr einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren gehörte Japan dann wieder zu den führenden Weltmächten und stellte den Seniorpartner des in der Gründungsphase befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.
In Civilization III gelten die Japaner als militaristisch und religiös orientiertes Volk. Zu Beginn des Spiels verfügen sie über die Technologien Das Rad und Feierliche Bestattung und besitzen bedeutende Boni im Hinblick auf die Durchführung militärischer und religiöser Aktivitäten. Siehe die zivilisationsspezifischen Fähigkeiten im Entwickler-Update für weiter Informationen zu diesen Boni.
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Ähnlich wie die Ritter in Europa waren auch die japanischen Samurai im Wesentlichen Grundbesitzer, die im Austausch für die Gewährung umfangreicherer Protektion seitens ihrer Lehnsherren freiwillig ihre militärischen Dienste zur Verfügung stellten. Ihre kleidsame Lackrüstung bot ihnen auf dem Schlachtfeld guten Schutz gegen feindliche Angriffe. Die Samurai hielten sich an den strengen Ehrenkodex des "Bushido", der sowohl ihr Verhalten im Kampf als auch im Privatleben klar regelte. Eine der hierin enthaltenen Vorschriften besagt, dass sich feindlich gegenüberstehende Samurai stets herausfordern und grundsätzlich Mann gegen Mann kämpfen müssen. Auch als die ersten Schusswaffen aufkamen, bot ihnen ihre Kleidung noch hinreichenden Schutz, so dass sie nach wie vor aktiv eingesetzt werden konnten. Wegen des vermehrten Einsatzes von fortschrittlichen Waffen und Scharfschützen übernahmen sie aber später immer mehr Aufgaben in der militärischen Administration und Führung. Im Jahre 1868 wurde die Kaste der Samurai aufgelöst.
Der japanische Samurai ist die verbesserte Version des herkömmlichen Ritters. In beiden Fällen ist für die Errichtung der Einheiten die Ressource Eisen erforderlich, allerdings werden für den Samurai im Gegensatz zum Ritter keine Pferde benötigt. Der Samurai besitzt einen zusätzlichen Defensivpunkt, wodurch er sich als gute Universaleinheit auszeichnet, die gleichermaßen gut in die Rolle des Angreifers wie auch des Verteidigers schlüpfen kann.
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Angriff |
Verteidigung |
Fortbewegung |
Standard Ritter |
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3 |
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Japanischer Samurai |
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4 |
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