In Civilization III besitzt jede Zivilisation bestimmte Merkmale. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Merkmalsausprägungen (militaristisch, kommerziell/wirtschaftlich, expansionistisch, wissenschaftlich, religiös und industriell), wobei jeder Zivilisation jeweils zwei davon zugewiesen sind. So gelten beispielsweise die Römer als militaristisch und wirtschaftlich orientierte Zivilisation und erhalten dementsprechende Bonuswerte im Hinblick auf die Durchführung militärischer und handelsbezogener Aktivitäten. Diese Art der Bonuszuweisung stellt folgerichtig auch ein interessantes Kriterium für die Auswahl der eigenen Zivilisation dar, das bereits vor dem Spielstart berücksichtigt werden sollte: Als eher kampflustiger Spieler werden Sie sich wahrscheinlich lieber für eine militaristische Zivilisation entscheiden. Setzen Sie hingegen auf diplomatische Erfolge, dann sind Sie mit einer religiös oder wirtschaftlich orientierten Zivilisation vermutlich besser bedient. Außerdem verfügt jede Zivilisation über eine Spezialeinheit, die nur von dieser einen Zivilisation errichtet werden kann. Abhängig von den technologischen Fortschritten, die eine Zivilisation erzielt, werden diese Einheiten in unterschiedlichen Phasen des Spiels verfügbar. Auch hierbei handelt es sich um einen interessanten Aspekt, den es bei der Auswahl der eigenen Zivilisation zu berücksichtigen gilt: Wollen Sie mit der Zivilisation der Zulu spielen, die ihre Impi bereits frühzeitig im Spiel errichten können, oder doch lieber mit den Amerikanern, deren F-15 allerdings erst im Zeitalter der Moderne gebaut werden können? Grundsätzlich haben die "Spezialeinheiten" dieselben Fähigkeiten wie die vergleichbaren Einheiten, die von allen Zivilisationen errichtet werden können, lediglich die Angriffs-, verteidigungs- oder Fortbew.swerte liegen etwas höher. So besitzt beispielsweise der babylonische Bogenschütze dieselben Kampfwerte wie der herkömmliche Bogenschütze, sein Fortbew.sfaktor beträgt jedoch 2 statt beim Standard-Bogenschützen lediglich 1. Für die meisten Spezialeinheiten fallen außerdem auch dieselben Errichtungskosten in Schilden an wie für ihre herkömmlichen Gegenstücke. Ein weiteres neues Spielkonzept in Civilization III ist das goldene Zeitalter, das die geschichtliche Blütezeit Ihrer Zivilisation kennzeichnet. Während eines goldenen Zeitalters fördern sämtliche bewirtschafteten Geländefelder innerhalb Ihrer Zivilisation pro Runde je eine zusätzliche Einheit an Wirtschafts- und Schilderträgen. Goldene Zeitalter sind einmalige Ereignisse, die zwanzig Spielrunden lang andauern und dadurch ausgelöst werden, dass eine Ihrer Spezialeinheiten zum ersten Mal einen Sieg gegen eine andere Zivilisation davonträgt. Ein reizvoller Nebeneffekt dieser zivilisationsspezifischen Einheiten ist, dass Szenario- und Mod-Entwickler nun problemlos in der Lage sind, eine ganze Bandbreite von Einheiten zu erstellen, die ausschließlich von bestimmten Zivilisationen errichtet und genutzt werden können. Dies bedeutet eine größere kreative Freiheit für die inhaltliche Gestaltung interessanter Szenarios und Mods für Civ III. Natürlich achten wir sorgfältig darauf, dass diese Boni und "Spezialeinheiten" das Spiel nicht ins Ungleichgewicht bringen. Civ-Puristen werden diese neuen Features auch abschalten und nach den "klassischen Civ-Regeln" spielen können, aber wir glauben, dass sie eine weitere interessante Herausforderung darstellen, die die meisten Spieler begrüßen werden. |