Civilization war ohne Zweifel sehr erfolgreich gewesen, aber sicher zu keinem Zeitpunkt, nicht einmal ansatzweise, ein technologisches Wunderwerk. Dementsprechend waren wir der Meinung, dass wir die Gesamtpräsentation des Spiels noch deutlich verbessern konnten. Es war uns seinerzeit gelungen, einen bestimmten Grad an Spielspaß aus Civilization herauszuholen, aber sowohl Außenstehende als auch wir selbst hatten noch viele Neuerungen in petto. Schon allein wegen der Ideen für neue grafische Verbesserungen und zusätzliche Gameplay-Elementen, die wir selbst und auch die Spieler zusammengetragen hatten, war damit bald klar, dass in der Tat Bedarf nach einem weiteren Spiel bestand.
Ich persönlich finde, dass die optische Darstellung von Civ II definitiv eine Verbesserung darstellte. Glücklicherweise habe ich ein dickes Fell, so dass ich Kommentare wie Sid, Civilization sieht aus wie ein EGA-Spiel nicht als Beleidigung auffasste, sondern als Kritikpunkt akzeptierte, den wir auch bei der Entwicklung von Civ II berücksichtigten. Es wurden viele neue Gameplay-Elemente aufgearbeitet und Ideen aufgegriffen, die wir im ersten Teil der Civilization-Reihe noch nicht hatten umsetzen konnten. Meiner Meinung nach wies das Diplomatiesystem im ersten Civilization einige Schwächen auf, während das Wirtschaftssystem – die Karawanen und alles, was dazu gehörte – wirklich cool ausgefallen war, allerdings hatten wir all diese Komponenten erst gegen Ende der Entwicklungsphase integriert, so dass wir keinesfalls ihr volles Potenzial ausschöpfen konnten. Die meisten Spiele, die ich entwickelt habe, waren sehr innovativ, das heißt, wir brachten viele neue Ideen ein, konnten sie aber nicht immer perfekt umsetzen. Civ II bot uns in dieser Hinsicht die ideale Gelegenheit, das originale Civilization-Konzept wieder aufzugreifen und einiges zu verbessern und zu perfektionieren.
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